Liebe Kunden, Partner und Freunde,

es ist wieder die Zeit des Jahres, in der die Wochen so viel schneller vergehen als sonst! Das Jahresende steht bevor, und das bedeutet auch, dass der Countdown begonnen hat, um noch ausstehende Visa- und Genehmigungsangelegenheiten in Ordnung zu bringen und die notwendigen Visa- und Mobilitätsstrategien für das kommende Jahr zu erstellen, bevor das Innenministerium für die jährliche Sommerpause seine Türen schließt.

Generell gibt es im Land und auch im Immigrations- und Tourismussektor ein subtiles Gefühl des Wiedererwachens. Der Sommer ist angekommen, unsere Impfrate liegt für die Erstimpfung bei 35 % (zwar niedrig, aber stetig steigend), und die Zahl der Covid-Fälle im Land ist extrem niedrig. Reisen aus Südafrika nach Deutschland und Großbritannien sind ohne Quarantäne möglich, und ab diesem Monat für Geimpfte auch in die USA. Immer mehr Fluggesellschaften nehmen ihre Routen nach Mzansi wieder auf. Hinter den Kulissen werden im Auftrag des Präsidenten immigrationspolitische Rahmenbedingungen und Prozesse insbesondere rund um Fachkräfteimmigration und Daueraufenthalt überprüft. Vor diesem Hintergrund ist es ratsam, diese letzten Wochen des Jahres zu nutzen, um Anträge einzureichen oder zumindest die nötigen Schritte in der Vorbereitung zu tun, bevor sich die Regeln überraschend ändern oder die Antragszahlen kurz vor der Weihnachtspause in die Höhe schnellen. Mein Team und ich stehen Ihnen in dieser entscheidenden Phase des Jahres 2021 mit strategischer Beratung und Unterstützung zur Seite.

Dieser kurze Newsletter informiert Sie über Lockdown-bedingte Verlängerungen und Sonderkonzessionen, über die neue Liste der kritischen Fähigkeiten, über die Ausnahmegenehmigung für angolanische und simbabwische Staatsbürger sowie über die Verfügbarkeit und Qualität der Dienstleistungen des Innenministeriums. Nicht zu vergessen eine Mahnung, Ihren ständigen Wohnsitz nicht wegen längerer Abwesenheit erlöschen zu lassen! Mehr hierzu unten im Text.

Mit freundlichen Grüßen,
Julia Willand


Keine automatischen Visa- und Genehmigungsverlängerungen mehr

Wie in unserem Newsflash angekündigt, sind die meisten Lockdown-bedingten automatischen Verlängerungen inzwischen ausgelaufen. Bis zum 30. September mussten Inhaber von Visa, die während des Lockdowns abgelaufen waren, entweder das Land verlassen oder eine Verlängerung oder Änderung des Visums beantragen. Andernfalls halten sie sich illegal im Land auf, werden bei der Ausreise für unerwünscht erklärt und dürfen für 1 bis 5 Jahre nicht nach Südafrika zurückkehren.

Ausnahmen von dieser Regelung gelten a) für Personen, die einen „Waiver“ beantragt haben und das Land seit März 2020 nicht mehr verlassen haben, und b) Personen, deren Asylbewerber- oder Flüchtlingsgenehmigung während des Lockdowns abgelaufen ist. Ihr Status gilt als bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.


Konzession für Inhaber von Entsendungsvisa

Ein willkommenes Zugeständnis des Innenministers kommt Inhabern von Intra-Company Transfer Visa zugute, die entweder während des Lockdowns abgelaufen sind oder bis Juni 2022 auslaufen. Obwohl diese Visumkategorie in der Regel nicht verlängerbar ist, können ihre Inhaber jetzt unter bestimmten Bedingungen eine Verlängerung von bis zu 24 Monaten beantragen.


Neue Liste kritischer Fähigkeiten – noch in der Begutachtungsphase

Fallen Ihre Fähigkeiten unter die aktuelle Liste der kritischen Fähigkeiten und benötigen Sie ein Visum, eine Verlängerung oder einen dauerhaften Aufenthalt? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie. Die Entwicklungen rund um die neue Liste sind ins Stocken geraten, obwohl die jüngsten internen Pläne auf ein Umsetzungsdatum vom 1. Oktober abgezielt hatten.

Oder fallen Ihre Fähigkeiten unter eine der Kategorien, die in dem zu Beginn des Jahres veröffentlichten Entwurf der Liste enthalten sind? Dann müssen Sie noch etwas Geduld aufbringen, bevor Sie wissen, ob Sie sich für dieses Visum qualifizieren oder nicht, und einen entsprechenden Antrag stellen können. Um einige Monate Vorbereitungszeit zu sparen, können Sie aber schon jetzt bestimmte Schritte in Gang setzen. Gerne beraten wir Sie hierzu.

Zwischen der Veröffentlichung der Liste, die jeden Tag erfolgen kann, und ihrem Inkrafttreten werden voraussichtlich nur wenige Tage liegen. Laut unserer Kristallkugel wird die neue Liste nicht vor Januar erscheinen, aber vielleicht werden wir ja überrascht.


Permanent Residents außerhalb Südafrikas – Lassen Sie Ihren Status nicht verfallen!

Eine Erinnerung an Personen, die mit Daueraufenthaltsgenehmigung außerhalb Südafrikas sind und aufgrund der Pandemie nicht ins Land einreisen oder zurückkehren konnten:

Wenn eine Person ihre Daueraufenthaltsgenehmigung außerhalb des Landes erhält, muss sie die Genehmigung durch Einreise nach Südafrika innerhalb von 12 Monaten aktivieren. Alle Daueraufenthaltsberechtigten müssen mindestens alle drei Jahre nach Südafrika einreisen, um ihren Status nicht zu verlieren. Wie in unserem April-Newsletter berichtet, gibt es eine besondere ministerielle Konzession für diejenigen, die diese Bedingungen aufgrund von Reisebeschränkungen oder -bedenken während der Pandemie nicht erfüllen konnten. Die Konzession ermöglicht es ihnen, bis zum 31. Dezember 2021 ins Land zurückzukehren, ohne ihren Status aufgrund einer verspäteten Aktivierung oder einer Abwesenheit von mehr als 3 Jahren zu verlieren. Obwohl diese Konzession je nach Status der Pandemie verlängert werden könnte, gab es bisher keinen Hinweis auf eine solche Verlängerung, und der Wegfall der automatischen Visumverlängerungen (siehe oben) kann ein Hinweis darauf sein, dass auch hier keine weiteren Verlängerungen anstehen.


Neustes zum Stand der Dienstleistungen des Innenministeriums

Was kann beantragt werden?

  • Seit dem 1. Oktober werden Anträge auf Bestätigung des Daueraufenthalts sowie Widersprüche gegen Ablehnungen von Daueraufenthaltsanträgen angenommen.
  • Anträge auf Daueraufenthalt werden ab 2. Januar 2022 wieder geöffnet.
  • Staatsangehörigkeitssachen werden weiterhin nicht angenommen oder bearbeitet, mit Ausnahme von Anträgen auf Beibehaltung oder Verzicht auf die Staatsbürgerschaft.

Wie lange dauert es?

  • Um mit einer positiven Nachricht zu beginnen: Die Bearbeitungszeiten für Visaanträge bei einigen Auslandsvertretungen waren in letzter Zeit angemessen, hier und da sogar besonders kurz.
  • Nach fast einem Jahr, in dem die Bearbeitung lokaler Visaanträge neun Monate und länger dauerte (im Gegensatz zu den regulären 4-6 Wochen), wurden in letzter Zeit einige schnellere Ergebnisse erzielt, und die Beamten waren etwas besser zu erreichen. Dies scheint ein Beweis dafür zu sein, dass das Innenministerium seit September in Bezug auf physische Anwesenheit und Rotationspläne nicht mehr so ​​restriktiv ist. Mögen dies keine Ausnahmen sein, sondern ein Trend!
  • Obwohl die Ablehnungsquote nach wie vor hoch ist (siehe unten), haben sich die Bearbeitungszeiten für Widersprüche in den letzten 18 Monaten dramatisch verbessert. Bei durchschnittlichen Wartezeiten von 9 bis 12 Monaten vor COVID werden Widersprüche gegen Visaablehnungen inzwischen weitgehend innerhalb von 2-3 Monaten abgeschlossen - allerdings nur bei lokalen Anträgen und nicht bei solchen, die über die südafrikanischen Auslandsvertretungen gestellt wurden.
  • Die Abteilung für Daueraufenthalt (Permanent Residence) hingegen bleibt ein unsäglicher Albtraum. Obwohl seit mehr als 18 Monaten keine neuen Anträge auf Daueraufenthalt angenommen wurden (wodurch theoretisch Kapazitäten freigesetzt wurden), konnte selbst ein speziell dafür geschaffenes Backlog-Projekt keine greifbaren Ergebnisse erzielen, abgesehen von vereinzelten Hinweisen auf die Bearbeitung einiger Akten. Die Zusage des Ministers, den Rückstand von knapp 40.000 Akten bis Ende 2021 aufzulösen, scheint derzeit ein unrealistischer Wunschtraum zu sein.

Was bekommt man?

  • Fehlerhafte Ablehnungen sind in der Branche leider nach wie vor an der Tagesordnung, und auch positive Ergebnisse enthalten regelmäßig Fehler, die korrigiert werden müssen.
  • Obwohl sich die damit verbundene Frustration und Unsicherheit nicht vollständig vermeiden lässt, konnte IMCOSA Ablehnungen und Fehler in den meisten Fällen verhindern oder schnell berichtigen lassen.

Ausnahmegenehmigungen für angolanische und simbabwische Staatsbürger

Anträge für das Angolan Exemption Permit (AEP) sind seit August geöffnet. Angolanische Staatsangehörige, die vor dem 31. August 2013 entweder den Flüchtlings- oder Asylbewerberstatus in Südafrika erhalten haben, ein Angolan Special Permit (ASP) besitzen oder die zuvor ein Angolan Cessation Permit (ACP) erhalten haben, können jetzt einen Antrag stellen. Sobald eine Person das AEP erhalten hat, können ihre Ehepartner und Kinder gewöhnliche Visa oder Genehmigungen beantragen.

Es bleibt ungewiss, ob die am 31. Dezember 2021 auslaufenden Zimbabwe Special Dispensation Permits (ZSP) verlängert werden. Eine Vorlage des Innenministers wird derzeit vom Kabinett geprüft. Tausende von ZSP-Inhabern haben Klage erhoben und verlangen wegen ihres langen Aufenthalts im Land Daueraufenthaltsgenehmigungen. Inzwischen bleiben die rund 120 000 ZSP-Inhaber, ihre Familien und Arbeitgeber über ihre Zukunft im Ungewissen.