Wenn Sie in Südafrika sind und diesen Newsletter lesen können, bedeutet dies, dass Ihr elektronisches Gerät aufgeladen ist. Dann besteht Hoffnung für Eskom. Lassen Sie uns daran festhalten.

In Bezug auf das südafrikanische Innenministerium scheint es so zu sein, dass der Abgang des ehemaligen Ministers Malusi Gigaba und seines Staatssekretärs Mkuseli Apleni die Behörde ins Chaos gestürzt hat. Es wurde keine der von Gigaba angekündigten Visumsbefreiungen für Bürger verschiedener Länder gewährt, unrechtmäßige Ablehnungen nehmen zu, und die Bearbeitungszeiten sind unbeständig. Es hat bisher noch keine bedeutenden Lebenszeichen von Minister Siyabonga Cwele gegeben, der Ende letzten Jahres Gigaba ersetzt hat. Es herrscht Unentschlossenheit bei den großen Themen wie dem Weißbuch zur Migration und den Änderungen an der Liste der kritischen Fähigkeiten. Nebenschauplätze machen Schlagzeilen wie beispielsweise die Frage, ob die Guptas die Staatsbürgerschaft hätten erhalten sollen oder nicht, und der allgemeine Eindruck ist, dass man bis zu den Wahlen am 8. Mai den Ball flach hält.

Wieder einmal werden Migration und illegale Einwanderung von den großen Parteien zu Wahlkampfzwecken eingesetzt, indem sie als Ursache für Arbeitslosigkeit und unzureichende staatliche Leistungen benannt  werden. Wieder führt diese Politik zu fremdenfeindlichem (oder besser gesagt zu afro-feindlichem) Diskurs, zu Gewalt und Todesfällen. Ich habe das verantwortungslose Verhalten der Politiker hier schon einmal beklagt, und ich muss die Medien und die Öffentlichkeit in meine Kritik einbeziehen, insoweit als sie diejenigen ignorieren oder herunterspielen, die Ausländer und deren Wert für dieses Land verteidigen. Indem sie immer wieder einprägsame und emotionsgeladene Phrasen aufbauschen, erhalten sie Vorurteile aufrecht. Lassen Sie uns alle auf die Menschen in unserem Leben, die aus anderen Teilen Afrikas kommen, aufpassen und den Vorurteilen und dem Stigma entgegenwirken, wo immer wir können. Und mögen sich die Wirtschaftsindikatoren in diesem Jahr erholen, damit Arbeitsplätze geschaffen werden und der soziale Druck gelindert wird, der zu diesen Unruhen führt.

Lesen Sie im weiteren mehr über aktuellen Immigrationsthemen, und melden Sie sich bei uns, wenn wir bei Visa- oder Einwanderungsangelegenheiten behilflich sein können.

Mit besten Grüßen,
Julia Willand