„Wie sieht die Lage in Südafrika aus?“, werde ich häufig von potentiellen Investoren oder Einwanderern gefragt, und ich antworte meist (vielleicht überraschend) optimistisch.

Ja, viele Indikatoren sind negativ –Herabstufungen durch die Ratings Agencies, der Rand schwach, und fast täglich hört man neue Berichte zur sogenannten „state capture“, dem gekauften Staat. Einiges macht unsicher: die bevorstehende ANC-Konferenz, bei der ein neuer ANC-Präsident (und damit quasi auch der nächste Präsident Südafrikas) gewählt wird, sowie die Entwicklungen in Zimbabwe, wo Robert Mugabe nach 37 Jahren zum Rücktritt gezwungen wurde. Es stehen uns noch spannende Wochen vor Jahresende bevor. Und dennoch bringen diese Entwicklungen solch Hoffnung und Potential für einen Neuanfang mit sich! Ich habe großes Vertrauen in die vielen Vernünftigen im ANC, in diesem Land und dieser Region, und ich weiß, dass aus unserer Warte Bewegung garantiert besser ist als Stillstand.

Leider ist da auch die Wasserkrise im Western Cape. Bitte sehen Sie hier und hier nach, ob Sie tatsächlich alles Ihnen mögliche zur Reduzierung Ihres Wasserverbrauchs tun. Bitte halten Sie auch Ihre Gäste über die Feiertage dazu an, dasselbe zu tun (wie gehabt, können wir den Gästen auch weiterhin gerne bei ihrer Visaverlängerung helfen, wenn sie länger bleiben wollen). Wasserknappheit wird bald den gesamten Planeten direkt betreffen, also sind wir gut beraten, den respektvollen Umgang damit schnell zu lernen.

Dank der Vorliebe unseres Staatspräsidenten für Kabinettsumstrukturierungen durfte die Einwanderungsbehörde dieses Jahr bereits mit drei verschiedenen Ministern arbeiten - Malusi Gigaba bis März, Hlengiwe Mkhize bis Oktober, und jetzt Ayanda Dlodlo. Ministerin Dlodlo ist erst seit einem guten Monat im Amt, und daher noch schwer einzuschätzen, was ihren Führungsstil und ihre Einstellung zu Einwanderung, ausländischen Investoren oder Immigrationsberatern und –anwälten angeht. Eine ihrer wenigen sichtbaren Aktionen war eine Verfahrensänderung, die ihr zu einem bestimmten Thema mehr Kontrolle gab. Ob das ein Hinweis auf ihren generellen Ansatz ist, kann man aber noch nicht sagen. Ansonsten war es bei der Behörde hinsichtlich der angekündigten Pläne zur Neupositionierung ruhig. Wir erwarten hier Anfang 2018 Neuigkeiten.

Mein Dank zum Ende diesen Jahres geht an unsere Mandanten für das anhaltende Vertrauen, an unsere Partner für die tatkräftige Unterstützung, und an das IMCOSA-Team für die fantastische Arbeitseinstellung und den ungebrochenen Hunger zu lernen und immer besser zu werden. Zusammen haben wir dafür gesorgt, dass dieses Jahr ein voller Erfolg war, und einmal wieder hunderte von Visa und Genehmigungen für unsere Mandanten erkämpft.

Geben Sie uns also Bescheid, wenn wir mit Rat und Unterstützung in Sachen Gesetzmäßigkeit, mit aktuellsten Informationen und praktischen Lösungen für Ihre Visa-Bedürfnisse und die Ihrer Mitarbeiter behilflich sein können. 

Bleiben Sie gesund und ausgeglichen in diesen letzten Wochen des Jahres 2017. Im Namen des gesamten Teams von IMCOSA wünsche ich Ihnen friedliche und erholsame Feiertage.

Herzlich, Ihre

Julia Willand