Sie benötigen ein Visum für Südafrika? Sie möchten länger bleiben oder die Anstellung eines ausländischen Mitarbeiters verlängern? Sie haben schon einen Antrag gestellt? Beim Planen eines Visa- oder Immigrations-Antrags ist es erfolgsentscheidend, sich der jeweiligen Zeitrahmen bewusst zu sein. Wenn ausreichend Zeit eingeplant wird, erhöht sich die Erfolgsaussicht dramatisch. Wir haben eine grobe Übersicht der aktuellen Bearbeitungszeiten bei Home Affairs und einiger für Visaanträge notwendiger Verfahren zusammengefasst:

Befristete Genehmigungen / Visa: 4-8 Wochen (wenn innerhalb Südafrikas eingereicht wird) und 2-12 Wochen (bem Einreichen über eine Botschaft oder ein Konsulat im Ausland)

Daueraufenthaltsgenehmigung / Permanent residence: 12-24 Monate (mit Ausnahmen in beide Richtungen)

SAQA Evaluierung einer ausländischen Qualifikation (Voraussetzung für fast alle Arbeitsgenehmigungen): SAQA verifiziert die Echtheit aller Urkunden und Qualifikationen inzwischen direkt mit der jeweiligen Universität oder Ausbildungseinrichtung. Aufgrund der unterschiedlichen Reaktionszeiten variiert die Bearbeitungszeit bei SAQA im Moment zwischen 15 Tagen und mehreren Monaten.

Empfehlung der Arbeitsbehörde / Department of Labour oder DoL (Voraussetzung für General Work Visa): 4 Monate und länger. Anforderungen und Verfahren bei DoL sind komplex, weder transparent noch beständig, und nicht verhandelbar. DoL benutzt dieses Verfahren gleichzeitig um zu überprüfen, ob Arbeitgeber alle anderen unter diese Behörde fallenden Vorschriften einhalten, auch wenn diese mit dem Visaantrag rein gar nichts zu tun haben. Die Empfehlung für ein Arbeitsvisum kann daher durchaus verwehrt werden, weil irgendeine Gesundheitsvorschrift nicht vollständig eingehalten wurde oder irgendwo ein Geländer zu niedrig ist. Diese Praxis zu bekämpfen hat sich bisher - milde ausgedrückt - als schwierig erwiesen.

Ausnahmegenehmigungen / Waiver (Erlass von DoL Empfehlung, SAQA etc): 4 Monate und länger

Polizeiliches Führungszeugnis für Südafrika: 3-4 Wochen

Während neue Anträge, die nach der Gesetzesänderung vom Mai 2014 eingereicht wurden, innerhalb relativ zuverlässiger Zeitrahmen bearbeitet werden, scheinen die "älteren" Fälle festzusitzen. Diverse Interventionen sind gemacht und Abteilungen eingeschaltet worden, um dieses Problem zu lösen, aber bisher sind die Ergebnisse noch unbefriedigend.