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Einleitung

Südafrika mit seiner reichen Geschichte und seiner Vielfalt an Kulturen bietet seinen Bewohnern große Möglichkeiten und Chancen. Einer der großen Vorteile des Landes ist zweifelsohne die bunte Mischung seiner Volksgruppen, die stolz sind auf ihr Erbe und auf die bemerkenswerten Errungenschaften des Landes seit der Einführung der Demokratie vor einem Jahrzehnt.

Das Land bietet eine der atemberaubendsten Landschaften der Welt und eine verblüffende Vielfalt an Vogel- und Wildarten, zu denen auch die sogenannten "Big Five" gehören (Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn).

Südafrika ist auch als “Wiege der Menschheit" bekannt, da Archäologen hier 2,5 Millionen Jahre alte Fossile unserer ersten Vorfahren ausgegraben haben. Hierzu gehören auch die 100 000 Jahre alten Überreste eines Menschen.


Die Einwohner

Südafrika hat ca. 47 Millionen Einwohner. Hiervon werden 79% als "Afrikanisch" klassifiziert; 9,6% sind "Weiße"; 8,9% sind "Farbige"; und 2,5% sind “Inder/Asiaten“.


Landessprachen

Das südafrikanische Grundgesetz legt 11 offizielle Landessprachen fest: Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Sepedi, Sesotho, Setswana, siSwati, Tshivenda und Xitsonga.

Laut einer Zählung aus dem Jahr 2001 ist isiZulu die Muttersprache von 23,8% der Bevölkerung, isiXhosa von 17,6%, Afrikaans von 13,3%, Sepedi von 9,4% und English und Setswana jeweils von 8,2%.

Den kleinsten Anteil hat isiNdebele, das für 1,6% der Bevölkerung Muttersprache ist.


Religion

Fast 80% der Südafrikaner folgen dem christlichen Glauben. Andere größere Glaubensgruppen bilden die Hindus, Muslime und Juden.

Eine Minderheit der südafrikanischen Bevölkerung gehört keiner Glaubensrichtung an. Generell betrachten diese Personen sich gerne als „traditionell“ oder „ungläubig“.

Die Glaubensfreiheit ist durch das südafrikanische Grundgesetz garantiert, und behördliche Richtlinien verbieten in der Regel ein Eingreifen in die Ausübung der Religionsfreiheit.


Klima

Die subtropische Region auf der jeweiligen Seite des 30sten südlichen Breitengrads ist für die milden und freundlichen Temperaturen verantwortlich. Dieses typisch südafrikanische Klima wird besonders auch von Touristen und Einwanderern sehr geschätzt.

Südafrika fällt genau in die Region eines subtropischen Hochdruck-Gürtels, welches der Grund für die Trockenheit und die viele Sonne ist.

Die gewaltigen Ozeane, die das Land von drei Seiten umgeben, haben einen mildernden Einfluß auf die Temperaturen. Auffällig ist auch die unterschiedliche Wirkung des warmen Agulhas Stroms vor der Ostküste und des kalten Benguela Stroms vor der Westküste Südafrikas. Durban an der Ostküste ist im Jahresdurchschnitt 6° C wärmer als Port Nolloth an der Westküste (die nahezu auf dem gleichen Breitengrad liegen)!

Starke Winde sind an den Küstengebieten zu verzeichnen, vor allem im Südwesten und Süden.


Die Provinzen

Laut der südafrikanischen Verfassung ist das Land in neun Provinzen eingeteilt (ähnlich den deutschen Bundesländern). Jede Provinz hat eine eigene Legislative, einen eigenen "Premier" (ähnlich den deutschen Ministerpräsidenten) und eigene Exekutivorgane. Die Provinzen, denen völlig unterschiedliche Landschaften, Vegetationen und klimatische Bedingungen zueigen sind, heißen: Western Cape, Eastern Cape, KwaZulu-Natal, Northern Cape, Free State, North West, Gauteng, Mpumalanga und Limpopo.


Wirtschaftswachstum

Südafrika hat inzwischen eine makro-ökonomische Stabilität erreicht, die das Land seit über 40 Jahren nicht mehr gesehen hat. Dies schafft Möglichkeiten für einen stärkeren Zuwachs an öffentlichen Sozialleistungen, und reduziert die Risiken und Kosten für ausländische Investoren, womit wiederum die Grundlagen für zusätzlich verstärktes Wachstum und erhöhte Investitionen geschaffen werden.

Das Haushaltsdefizit hat sich von 9,5% des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 1993 auf derzeit etwas über 1% verringert. Die öffentlichen Schulden wurden um knapp 20% verringert. Die Außenstände der Zentralbank haben sich von US$25 Milliarden im Jahre 1994 über $22,5 Milliarden im Jahre 1998 (höchster Stand seit 1994) auf derzeit Null verringert. Auslandsreserven stiegen von einer einmonatigen auf eine zweieinhalb monatige Importdeckung.


Geschichte

Südafrikas Geschichte muss eine der faszinierendsten (wenngleich auch zwischenzeitlich schwierigsten) der Welt sein.

Zu den ersten Einwohnern zählten die kleinen, reisenden Gruppen der Jäger und Sammler aus dem Steinzeitalter, die beeindruckende künstlerische Kreationen hinterließen. Sie waren die Vorfahren der historischen "Khoekhoe" und "San" (von den frühen europäischen Einwanderern "Hottentotten" und "Buschmänner" genannt), die als einzigartige ethnische Gruppen bekannt sind.

Die geschichtlichen Entwicklungen nach dieser Zeit können wie folgt eingeteilt werden:

  • Die frühe Kolonialzeit (holländische Besatzung ab 1652)
  • Die britische Kolonialzeit (ab 1795)
  • Entdeckung und Förderung der Bodenschätze im Inland (spätes 19. Jahrhundert)
  • Der "Anglo-Boer/South African War" (October 1899, May 1902) und seine Folgen
  • "Segregation", Politik der "getrennten Entwicklung" (ab Anfang des 20. Jahrhunderts)
  • Apartheid (ab 1948)
  • Das Ende der Apartheid (bis 1994)
  • Demokratie (ab 1994)

Eine Fülle von Informationen zu Südafrika und seinem geschichtlichen Hintergrund ist selbstverständlich in Bücherläden und im Internet zu finden. Zu den beeindruckendsten und einzigartigen Aspekten der Entwicklung Südafrikas gehört sicherlich der friedliche Wandel von der Apartheidspolitik zur heutigen Demokratie.

Südafrika gilt heute als eines der dynamischsten, spannendsten und vielversprechendsten Länder der Welt, vor allem auch wegen der vielfältigen und reichhaltigen kulturellen und historischen Hintergründe. Das Land spielt für die Entwicklung des südlichen Afrikas und für Gesamtafrika eine herausragende Rolle. Außerdem ist es entscheidend an einer weltweiten und länderübergreifenden Zusammenarbeit und Entwicklung beteiligt. Südafrika ist ein eifriger Schüler, ein herausragender Lehrer und ein starker Kommunikationspartner innerhalb der internationalen Gemeinschaft.